Personenrettung aus unwegsamen Gelände

  Eine körperlich recht anspruchsvolle Zugsübung organisierten BI Alexander Schram, Bi Andreas Kriechmayr und HBM Alexander Ratzenböck am 10.04.2017. Als Übungsort diente diesesmal der Steinbruch in Dörnbach, welcher auch für Kletterer ein sehr begehrtes Ziel darstellt und mit seinem frühlingshaften Grün, eine traumhafte Kulisse bot. Doch wie jede Schönheit sollte auch diese einen Haken haben. 

Um 18:30 erfolgte die Alarmierung zum Einsatz, welchem die KameradInnen der Feuerwehren Edramsberg und Wilhering mit je zwei Fahrzeugen folgten. Während sich die Gruppenkommandanten unter (Einsatz)Leitung von OBI Rainer Viehböck sofort auf den Weg machten die Lage zu erkunden, trafen auch die Höhenretter der Feuerwehr Axberg am Ende der befestigten Straße ein.

Per Funk wurden die KameradInnen angewiesen mit welchen Gerätschaften sie sich auf den Weg machen sollten. Mit vereinten Kräften wurde neben Kettensägen, Korbschleiftragen und Erste-Hilfe Rucksack auch das gesamte Equipment der Höhenretter den schmalen Hohlweg zum Unglücksort geschafft.

Vor Ort wurden die Einsatzkräfte aufgeteilt. Ein Großteil befasste sich mit der Rettung zweier verletzter Kinder aus der Felswand, die Höhenretter machten sich daran unser neustes "Standardopfer" Larissa von einem Felsvorsprung zu evakuieren und eine Trupp von 10 Mann bestritt den beschwehrlichen Weg in den Wald oberhalb des Steinbruches um einen verunfallten Forstarbeiter aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Am Fuße des Steinbruches mußten die drei Verletzten in Korbtragen unter hohem Kraftaufwand der beteiligten Einsatzkräfte über große Felsblöcke bis an den Hohlweg transportiert werden, während die durch den steilen Aufstieg erschöpften KameradInnen im Wald am oberen Ende der Wand angekommen, mittels Unterlager, Kettensäge und Hebelkraft den eingeklemmten Forstarbeiter unter einem Baumstamm hervorholten und ebenfalls mittels Korbtrage zum Hohlweg schafften.

Da Zeugen Aufgrund der unübersichtlich Lage von einer weiteren vermissten Person sprachen, wurde kurzerhand das gesamte Umfeld des Steinbruches durch einen Suchtrupp inspiziert. Es stellte sich allerdings kurze Zeit später heraus, das alle Beteiligten zu Tal gebracht worden waren. Worauf die Suchmannschaft mit den verbleibenden Gerätschaften ebenfalls abstiegen. 

Nach einer Übungsnachbesprechung mit allen Mitwirkenden, verlasteten die FeuerwehrlerInnen das verwendete Equipment auf den Fahrzeugen und man traf sich im Zeughaus in der Unterhöf zu einer deftigen Stelzenjause, welche von den "Feldchefköchen" Alexander Schram und Heinz Ratzenböck frisch gegrillt und zubereitet worden war.