Großangelegte Waldbrandübung im Kürnbergwald

Berichte über riesige Waldbrände in Griechenland, Spanien, Frankreich und Kroatien füllten in den letzten Wochen und Monaten unsere Tageszeitungen.
Auch in Österreich steigt die Zahl an Wald- und Vegetationsbränden dramatisch an.
Unser Gemeindegebiet verfügt mit dem Kürnbergerwald ebenfalls über ein rund 10 km² großes Waldgebiet mit anspruchsvoller Topografie und Höhenunterschieden von bis zu 300 Metern.
Nur wenige Forststraßen bieten unseren großen Einsatzfahrzeugen die benötigten Zufahrtsmöglichkeiten.
Weiters stellt die Löschwasserversorgung in diesem Gebiet eine besondere Herausforderung dar.
Diese Punkte haben Verantwortliche aus den Pflichtbereichen Leonding und Wilhering als Anlass genommen, um bereits im Jahr 2025 mit der Planung einer großangelegten Waldbrandübung im Kürbergerwald zu beginnen.
Nach monatelanger Ausarbeitung war es am Samstag, den 26.09.2026 so weit.
Um 12.45 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehren der Pflichtbereiche Leonding und Wilhering.

Um nicht zu viel Zeit zu vergeuden, wurden die weiteren Einheiten bereits zuvor auf vordefinierte Sammelplätze beordert, um sie dann um 13.00 Uhr ebenfalls in Marsch zu setzen.
Übungsannahme war ein Brandereignis im Bereich der Kürnberg- Burg, dem höchsten Punkt im Kürnbergerwald.

Während die ersten Tanklöschfahrzeuge aus Leonding und Wilhering in Richtung Kürn- Berg Burg ausrückten, wurde im Feuerwehrhaus in der Unterhöf die Einsatzleitung eingerichtet, welche den Einsatz in folgende drei Einsatzabschnitte unterteilte:
- Einsatzabschnitt Brandbekämpfung:
Die unmittelbare Brandbekämpfung wurde von den Tanklöschfahrzeugen aus Hart, Leonding, Rufling und Edramsberg übernommen.

- Einsatzabschnitt Relais- Leitung:
Die hier eingesetzten Einsatzkräfte errichteten eine über 1.600 m lange Relais- Leitung mit insgesamt 5 Tragkraftspritzen, und stellten so, ausgehend von einem Löschwasserbehälter in Rufling, die Wasserversorgung der Großtanklöschfahrzeuges der FF Traun sicher, welches als Wasserpuffer für die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge diente.
Zu Spitzenzeiten wurde hier eine Leistung von rund 800 l/min erreicht.


- Einsatzabschnitt Tank- Pendelverkehr:
Parallel zur Relais- Leitung wurde mittels Tank- Pendelverkehr eine zweite Wasserversorgung sichergestellt. Insgesamt waren hier 12 Tanklöschfahrzeuge involviert und lieferten das Wasser in das unmittelbare Einsatzgebiet, wo eine Wassermulde als weiterer Wasserpuffer diente.

Als weiteres Szenario galt es noch eine Personensuche abzuarbeiten. Die Annahme war, dass sich eine Wandergruppe durch den Waldbrand im Waldgebiet verlaufen hatte und sich nicht mehr zurechtfand.
In Zusammenarbeit mit der Suchhundestaffel des Roten Kreuzes und unter Zuhilfenahme zweier Drohnen wurde auch dieser Part erfolgreich erledigt.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die Erarbeitung eines neuen Sonderalarmplanes, um für künftige Einsätze bestens vorbreitet zu sein.Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich beim gesamten Team der Übungsausarbeitung für die tolle Vorbereitung, sowie beim Stift Wilhering, welches dankenswerterweise die gesamte Verpflegung der eingesetzten Einsatzkräfte übernommen hat – DANKE!


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